Als zweites von vier Kindern und einziger Knabe wurde ich während des 2. Weltkrieges am 18.10.1943 in Sargans geboren. Meine Mutter Amsler Emma, 18.08.1913 war Hausfrau und mein Vater Amsler Otto, 13.10.1911 arbeitete als Bauschlosser. Infolge seines Berufes zog die Familie mehrfach um.
So besuchte ich die Primarschule in Diessbach, Leuggelbach und Schwanden(1951-1956), ebenso die Sekundarschule (1956-1959) in Schwanden (alle Kanton Glarus). Anschliessend absolvierte ich ein Welschlandjahr bei einem Bauern in St. Légier VD und lernte die französische Sprache mit einer jungen, 73-jährigen Privatlehrerin.
Nach bestandener Aufnahmeprüfung absolvierte ich ab 25.04.1960 eine zweijährige Berufslehre bei den SBB als Stationsbeamter. Wie damals üblich, wurde ich auf verschiedenen kleineren und grösseren Bahnhöfen der seinerzeitigen Kreisdirektion 3 in Zürich eingesetzt. So lernte ich ua Schwanden, Nidfurn-Haslen, Mels, Sargans, Flums, Zizers, Trübbach, Sevelen. Murg, Mühlehorn, Meilen, usw durch kürzere oder längere Aufenthalte kennen. Ab 1964 war ich in diversen Funktionen (Billetschalter, Reisedienst, Geldwechsel, Gepäck- und Güterspedition, Fahrdienst, Zugpersonaleinteilung, Telegraf/ Uebermittlung, usw im Bahnhof Sargans tätig.
1966 ehelichte ich Bernadette Bollhalder, 13.12.1947. Dieser Ehe entsprossen die Töchter Susanne (01.09.1966) und Andrea (02.10.1973). Diese Ehe wurde 1978 geschieden.
1969 absolvierte ich bei den SBB eine psychotechnische Prüfung um eine InformatikerLaufbahn zu starten. Da mich die Kreisdirektion vorerst nicht für die Generaldirektion freigeben wollte, musste ich alle Hebel in Bewegung setzen, um endlich 1971 in Bern bei der Abteilung Informatik und Organisation die Ausbildung beginnen zu können. Auf diesen Zeitpunkt hin, änderte ich meinen Wohnsitz.
Ich arbeitete in den Folgejahren zuerst als Programmierer, dann als Analytiker und anschliessend als Projektleiter in Klein-, Teil- und Grossprojekten. Bei diesen Arbeiten lernte ich verschiedene Programmiersprachen (Cobol, Assembler) wie auch immer wieder andere Gebiete der SBB kennen, so war ich zB in Projekten des Personen- und Güterverkehr, der Anlagenrechnung wie auch der Betriebsstatistik, der Bahnstromversorgung tätig. 1985 übernahm ich Spezialaufgaben im Informatikbereich (System Assurance, Projektplanung und -steuerung, Budgetplanung mit Unternehmenserfolgsrechnung und Investitionsrechnung.
1985 ehelichte ich Waltraud Kernen (12.05.1946). Diese Ehe wurde 2007 geschieden 1990 wechselte ich zur Verkehrskontrolle SBB und Finanzdirektion als Dienstchef, später als Sektionschef und leitete dort die Bereiche Verkehrserträge, Dienststellenbuchhaltung und allgemeine Geschäfte sowie die Informatikleitstelle.
1994 diagnostizierten mir die Aerzte einen Hirntumor. Nach der mehrstündigen Operation des gutartigen Adenoms an der Hypophyse brauchte ich mehrere Monate, um wieder in den Arbeitsprozess einsteigen zu können. Verursacht durch die nachfolgenden Gesundheitsprobleme (Diabetes, Kreislauf, usw) wurde ich Ende 1999 medizinisch frühpensioniert.
Nach dem Tode meines Vaters am 22.06.1994 erledigte ich für meine Mutter (wohnhaft in Teufen AR) die schriftlichen Geschäfte sowie die Zahlungen und Buchhaltung. Nach einjährigem Aufenthalt im Altersheim in Teufen verschied meine Mutter dann am 09.08.2004.
Meinen schweizerischen Führerausweis machte ich im ersten Anlauf relativ spät 1979. Gründe waren ua die Möglichkeit, bei meinem Arbeitgeber auf ein seinerzeit attraktives Fahrvergünstigungsangebot zugreifen zu können und andererseits immer in direkter Nähe eines Bahnhofes zu wohnen. Mit dieser Rahmenbedingung konnte ich in der Schweiz und in Europa viele und zT auch ausgedehnte Reisen (mehr als ein Dutzend mal in London, Paris und Wien, Schweden, Finnland, Türkei) unternehmen, sodass vorerst ein eigenes Auto als unnötiger Luxus zu bezeichnen war.
Ab den 80er Jahren erstreckten sich meine Ferien auch immer wieder in die mir noch unbekannte Ferne, so zB mehrfach nach den USA, Bali, Singapore, Honkong, Thailand, Laos, Kambodscha und Malaisia.. Fremde Länder, Leute und Gebräuche faszinierten mich schon seit meiner frühesten Kindheit. So durfte ich als vorläufigem Höhepunkt 2005 eine Reisegruppe von acht Teilnehmern auf die mehr als dreiwöchige, einzigartige Reise mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau über die Mongolei nach Peking führen!
Als meine Hobbys kann ich Sport, vor allem aber Fussball und Curling, Reisen, Lesen und Schach nennen.
Nach meiner Pensionierung arbeitete ich auf freiwilliger Basis für die Pro Senectute im Administrativen Dienst sowie im Erstellen von Steuererklärungen (2007-2015. Dazu übernahm ich von der Stadt Thun 2012 bis 2015 eine Beistandschaft (Erbvollstrecker bis 2016).
Für meine verschiedenen Pensionierten-Vereinigungen und ähnliche Gruppierungen erstellte ich diverse Homepages mit den entsprechenden Aktivitäten. Der Unterhalt und die notwendigen Aktualisierungen ergaben ein nicht geringer Aufwand.
Mit grosser Freude und Stolz konnte ich im November 2018 erleben, wie meine Tochter Andrea als 1. Grüne in den 5-köpfigen Gemeinderat Thun gewählt wurde!